Beim Feuerverzinken wird das Grundmaterial aus Stahl in ein geschmolzenes Zinkbad (ca. 450°C) getaucht. Nach dem Abtropfen bleibt eine mehr oder weniger dünne Zinkschicht als Überzug übrig. Die Zinkschicht bildet sowohl einen aktiven als auch einen passiven Korrosionsschutz: Die dünne Schicht schützt das Grundmetall vor Feuchtigkeit (passiv) und wirkt zusätzlich als Opferanode (aktiv). Der unter der Zinkschicht liegende Stahl wird so lange vor Korrosion geschützt, bis der Zink vollständig verbraucht (korrodiert) ist.

Alle bei uns feuerverzinkten Stadtmöbel werden nach den Anforderungen der DIN EN ISO 1461 behandelt. Dabei werden bei Materialdicken zwischen 3 und 6 mm mindestens 55 µm Überzugsdicke, über 6 mm Blechdicke 70 µm Überzugsdicke garantiert.

Sitzbank feuerverzinkt Sitzauflage Holz

Feuerverzinkte Bank, Typ LEIPZIG, mit Sitzauflage aus 100% Hartholz und Seitenlehnen

Bei Schichtdicken von mehr als 70 µm können - je nach Umgebungsbedingungen - durch die passive und aktive Schutzwirkung der Zinkschicht ohne Wartungsaufwand eine Nutzungsdauer von mehr als 50 Jahre erreicht werden.

Die Zinkschicht ist im frischen Zustand in der Regel hellglänzend. Im Laufe der Zeit bildet sie infolge der Korrosion des Zinks eine Patina aus und wird in ihrem Erscheinungsbild dunkler und matter.

Feuerverzinkte Objekte können mit Farbe beschichtet werden. Damit die Farbe auf der feuerverzinkten Oberfläche haftet, ist in der Regel die Oberfläche mit einem auf die Farbbeschichtung abgestimmten Haftverbesserer (Haftgrund) vorzubereiten.

Ob der Haftgrund tatsächlich auf der kompletten feuerverzinkten Oberflächen aufgebracht wurde, ist nach dem Farbbeschichten schwierig zu prüfen und zeigt sich oft erst nach einigen Jahren. 

Wir empfehlen für Stadtmöbel aus Metall, diese aus korrosionsbeständigem Stahl zu fertigen und dann mit Farbe zu beschichten. Das ist nicht die günstigste Variante, aber dann hat man mit Sicherheit "ein Leben lang" Freude an den farbbeschichteten Stadtmöbel.

Grundsätzlich kann die Weißrost-Problematik bei feuerverzinkten Stahlobjekten jedes Objekt treffen! Weißrost ist die Bezeichnung für Korrosionsprodukte auf der feuerverzinkten Oberfäche. Der Weißrost ist unerwünscht, da er unansehnlich ist. Die negative Wirkung auf den Korrosionsschutz wird meist überschätzt. Die Überzugsdicke bleibt in der Regel im Wesentlichen erhalten bzw. wird nur um wenige Mikrometer geschwächt.

Weißrost kann entstehen, wenn die frisch verzinkten Objekte auf der Baustelle unter ungünstigen Witterungsbedingungen gelagert werden, unter temporärem Luftabschluss und gleichzeitig mit Wasser in Kontakt kommen, insbesondere mit mineralienarmem Kondenswasser. Taupunktunterschreitungen und niedrige Temperaturen fördern außerdem die Bildung von Weißrost.

Der klassische Fall ist: die Objekte stehen im Herbst und Frühling im Regen unter einer Schutzfolie und warten auf den Einbau. Dann kann sich dieser schon nach wenigen Stunden bilden!

Weißrost an einer Sitzbank

Der Weißrost kann unter verschiedenen Umständen wieder entfernt werden. Dabei gilt: je schneller nach der Bildung reagiert wird, desto einfacher ist die Entfernung.

Weißrost lässt sich mit harten Nylonbürsten mechanisch entfernen. Die bearbeiteten Flächen werden mit reichlich Wasser abgespült. Metall-Drahtbürsten sind nicht geeignet, da diese in der weichen Zink-Überzugschicht Kratzer erzeugen würden.

Zur Reduzierung der Weißrostbildung bieten viele Feuerverzinker zusätzliche Schutzbeschichtungen für die feuerverzinkte Oberfläche an. Diese ist aber relativ teuer und bei fachgerechter Behandlung und Lagerung der frisch verzinkten Objekte eigentlich nicht notwendig. Daher ist eine zusätzliche Schutzbeschichtung nicht Standard und muss ggf. separat vereinbart und bestellt werden.